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Mit dieser App kann dich jeder heimlich beobachten!

Die Sicherheit im Internet hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einem waschechten Problem entwickelt, dass vor nichts und niemandem Halt macht. Egal ob Regierungen, Konzerne oder Privatpersonen – Sie alle Teilen das gleiche Schicksal: das Ausspionieren ihrer Webcams ist oft ein Leichtes für Hacker, die private und vertrauliche Momente der betroffenen Person schamlos ausnutzen wollen. Dabei sind zahlreiche Unternehmen, die digitale Kommunikationssoftware vermarkten in der Bringschuld, bisher bestehende Sicherheitslücken zu schließen. Es liegt aber auch in unserer eigenen Hand, was mit der Sicherheit im Internet geschieht. Denn es ist nun auch bekannt, dass wir mit unseren Daten ziemlich lapidar umgehen. So hat es sich Microsoft beispielsweise zur Aufgabe gemacht, uns vor unserer eigenen Dummheit zu schützen und demnach begonnen, dämliche Passwörter zu verbannen. Somit kann bei Microsoft-Anwendungen nunmehr nicht länger das wohl beliebteste Passwort aller Zeiten, nämlich die Zahlenfolge “123456”, verwendet werden. Dies ist dabei nur ein Beispiel.

Spionieren für nur 28 Dollar! ?

Nun wurde kürzlich eine App auf dem chinesischen Markt entdeckt, mit deren Hilfe man für nur $28 andere Menschen ausspionieren und beim Leben ihres Alltags zuschauen kann (deren Namen werden wir an dieser Stelle nicht erwähnen, da wir nicht möchten, dass die Menschen davon Gebrauch machen). Diese App sucht schlicht und ergreifend nach weit verbreiteten und eventuell veralteten Modellen von Webcams, findet diese und versucht sich dann, mit dem vorinstallierten Default-Passwort einen Zugang zu verschaffen. Da viele Menschen (tatsächlich sehr viele!) dieses Default-Passwort seit dem ersten Benutzen der Webcam nicht geändert haben, kann die App dann kinderleicht auf diese zugreifen; und auf einmal hat man Zuschauer. Ziemlich unheimlich das Ganze, oder?!

Es gibt aber auch gute Nachrichten: man ändert das Default-Passwort einfach direkt nach dem Kauf einer neuen Webcam und schon ist die Sicherheit da. Dabei zeigt dieses kleine Beispiel allerdings ein mitunter äußerst großes Problem auf, dass die Sicherheit eines jeden Individuums im Internet betrifft. Zumal mittlerweile ein – zumindest in Teilen – Streit zwischen Endverbrauchern und Herstellern von Geräten entfacht ist. Demnach regen sich die Verbraucher darüber auf, dass die Geräte derart anfällig für Spionage-Attacken sind; zum anderen äußern die Hersteller ihren Unmut darüber, dass die Verbraucher nicht von gut schützenden Passwörtern gebrauch machen, dies aber in der Tat könnten. Dabei muss man sagen, dass die meisten Verbraucher schlicht und ergreifend hinreichend informiert sind und somit nicht wissen, wie ihr Beitrag zu mehr Sicherheit aussehen könnte.

Ein bewusster Umgang ist enorm wichtig. ?

Dabei wird das Problem derzeit auch immer schwerwiegender. Smarthome-Geräte und Webcams werden immer günstiger und in ihrer Herstellung und Funktionsweise immer weiter vereinheitlicht. Schon jetzt werden viele Devices größtenteils nur noch über eine Sprachsteuerung bedient. Was zum einen damit Fortschritt und Leichtigkeit vermitteln soll, enthält zum anderen mitunter erhebliche Sicherheitslücken, die bis zum heutigen Zeitpunkt leicht zu knacken sind. Der ganze Fortschritt hat eine massive Schattenseite, die nun sicherlich noch für einen längeren Zeitraum bestehen wird. Wir müssen uns über das eigentliche, dringende Bedürfnis nach Sicherheit klar werden und bewusster mit den neuen Technologien umgehen. Dadurch erfüllen wir zumindest unseren Teil für das Erreichen von mehr Sicherheit.

Wenn dieser Artikel nun für Verunsicherung gesorgt haben sollte, dann besorge dir doch einfach ein paar HIDEMOJIS und schütze dich somit auf analogem Wege vor unerwünschten Zuschauern ?#keepoutthecreeps


— David B.

batholonew

David, 27, studiert – man mag es kaum glauben – was mit Medien und träumt vom ersten eigenen Bestseller-Roman. Bis es dann ein Mal soweit ist und er seine Frührente genießen kann, versorgt er euch regelmäßig mit neuen Artikeln rund um das Thema des digitalen Zeitalter.

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